RH #196Interview

COLD

Das Fenster zum Meer

Von wegen Fred-Durst-Zöglinge: Fast hat es den Anschein, als ob COLD-Sänger Scooter Ward die Bekanntschaft mit dem egozentrischen Limp-Bizkit-Häuptling peinlich wäre. Dabei soll Freddy-Baby Ende der neunziger Jahre das erste Demoband der Nu-Rock/Metal-Truppe aus seiner Heimatstadt Jacksonville/Florida in Szene gesetzt haben.

»Diese Fred-Durst-Geschichte stimmt nicht. Produziert habe ich die Songs selber«, blafft mich der 33-jährige Frontmann an, als ich die betreffende Stelle aus dem offiziellen (!) Bandinfo zitiere. »Richtig ist, dass wir früher mal eng miteinander befreundet waren und das Tape in Freds Homestudio aufnehmen durften. Leider haben wir uns in den letzten Jahren ziemlich aus den Augen verloren. Trotzdem gebührt ihm unser Dank, zumal er uns seinerzeit mit dem Produzenten Ross Robinson bekannt gemacht hat.«

Der Rest ist Geschichte, die sich in zahlreichen Tourneen und drei Alben manifestiert, wobei die aktuelle Scheiblette „Year Of The Spider“ in den USA bereits acht Wochen nach Release mit Gold ausgezeichnet wurde.

»Darüber freuen wir uns natürlich sehr, nachdem es beim Vorgänger „13 Ways To Bleed On Stage“ noch zwei Jahre gedauert hat, bis er vergoldet wurde. Mit der nötigen Portion Glück packen wir diesmal sogar Platin«, meint der wortkarge, manchmal ein wenig überheblich wirkende Bandleader, der die Lyrics der neuen CD in der Abgeschiedenheit eines Hotelzimmers auf Hawaii zu Papier brachte.

»In meiner Wahlheimat Los Angeles konnte ich mich partout nicht...

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