RH #195Interview

ALCHEMIST

Die Wüste stirbt

Australien: Aborigines, Krokodile, Bier, AC/DC und Kylie Minogue. Oder doch eher USA-Hörigkeit, Nuklearmüll und Korruption? Adam Agius, Sänger und Gitarrist der progressiven Extrem-Metal-Band ALCHEMIST, malt schwarze Zukunftsvisionen.

Im Underground habt ihr euch einen Namen als die etwas andere extreme Band gemacht. Auch euer neues Album "Austral Alien" untermauert eure stilistische Originalität. Siehst du diese Bewertung vorrangig als Kompliment oder als Indiz dafür, dass die weltweite Metalszene eher stagniert und teilweise sogar langweilt, statt offenherzig und mutig neue Wege zu beschreiten?

»Wir bekommen aus aller Welt immer wieder jede Menge Lob für unsere Arbeit, was uns bestätigt und auch sehr gut tut. Wir haben sehr wohl registriert, dass die Szene stagniert, weil viel zu viele Bands einfach nur ihre Vorbilder kopieren. Glücklicherweise sind wir dieser Versuchung nie erlegen, obwohl Kopien heutzutage oftmals viel mehr Platten verkaufen als Vorreiter. Wir verkaufen noch immer nicht besonders viele CDs, aber unsere Fans besitzen unsere Scheiben ja nur deshalb, weil wir unseren eigenen Stil entwickelt haben. Und das ist unser Ansporn. ALCHEMIST wären am Ende, wenn wir versuchen würden, auf einen Zug aufzuspringen.«

Worauf basiert euer Stil?

»Wir Australier sind allein schon wegen unserer geografischen Lage etwas vom Rest der Welt isoliert. Wir schielen nicht nach Europa oder Amerika, sondern schauen vor allem auf das, was vor unserer Haustür passiert. Das große...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen