RH #194Interview

AFI

Crossover fürs 21. Jahrhundert

In den USA sind AFI eine der größten Rock-Sensationen des Jahres. Obwohl ihr exzentrischer, vertrackter Mix aus Punk, Hardcore, Glam und Gothic alles andere als leicht verdaulich ist, stieg ihr sechstes Album „Sing The Sorrow“ von null auf fünf in die Billboard-Charts ein und erreichte bereits nach sieben Wochen Gold-Status.

Dabei sah es bislang eigentlich nicht danach aus, als sollten die vier Berkeley-Boys noch mal richtig durchstarten. Obwohl man bereits seit Anfang der Neunziger Stromgitarren in fiepende Verstärker stöpselt und in den letzten Jahren fast permanent um den Globus tourte, galt man stets „nur“ als ewiger Underground-Geheimtipp.

»„Sing The Sorrow“ ist unsere erste Majorlabel-Scheibe«, versucht Gitarrist Jade Puget den plötzlichen Durchbruch von A Fire Inside zu erklären. »Außerdem hat sich mit den Jahren völlig szeneübergreifend eine ziemlich große Anhängerschaft zusammengefunden, die kontinuierlich immer weiter angewachsen ist. Zu unseren Konzerten kommen genauso Punks wie Goths, und jeder kann sämtliche Texte mitsingen. Oft ist das Publikum sogar lauter als wir. Wenn mal die P.A. ausfällt, können die Leute den Rest des Konzerts problemlos alleine bestreiten.«

Wie ihren Fans ist auch AFI ängstliches Schubladendenken vollkommen fremd.

»Wir sind keine Punk-, HC- oder Rock-Band, sondern ein Mix aus vollkommen unterschiedlichen Einflüssen. Ein Gedicht oder ein Bild kann mich genauso zu einem Song inspirieren wie eine meiner Lieblings-HC-Scheiben. Wir lassen...

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