RH #194Interview

DEFTONES

Liebesgrüße aus Sacramento

Für ihre Musik ist den DEFTONES kein Weg zu steinig. Statt nach dem Durchbruch mit "White Pony" und dem ersten Grammy-Gewinn das bequeme Rockstar-Leben zu genießen, trommeln die EmoCore-Ikonen aus Kalifornien lieber bei schweißtreibenden Saunatemperaturen, gejagt von Mückenschwärmen, ihr viertes Album ein und geben im Kitschszenario auf Hawaii alte Hits zum Besten.

Es herrscht Krieg im Irak, und es ist die Nacht der Oscar-Verleihungen, als DEFTONES-Sänger Chino Moreno zum ersten Mal über das vierte Album seiner Band spricht. Hin und wieder zucken Kamerablitze vor dem Fenster der Interview-Suite in Los Angeles, aber den Frontmann lassen sie kalt. Ihm ist der Rummel um die Filmstars genauso egal wie dem partywütigen Hollywood an diesem Abend die Kämpfe im Nahen Osten.

»Ich interessiere mich überhaupt nicht für die Academy Awards und das ganze Theater um die Preisträger, das da draußen abgeht. Ich schaue mir stattdessen lieber einen guten Spielfilm an«, zuckt der sichtlich bekiffte Kalifornier mit den Schultern und beginnt vom "White Pony"-Nachfolger zu erzählen, der schlicht den Titel "Deftones" trägt.

»Ursprünglich wollte ich die Platte "Lovers" nennen. Leider bin ich mit diesem Namen bei meinen Mitstreitern nur auf Ablehnung gestoßen. Sie fanden, dass dieser Titel uncool und schwul klingen würde. Dabei hätte er inhaltlich sehr gut gepasst, denn die Scheibe handelt fast ausschließlich von Liebe. Es gibt verschiedene Arten von Liebe. Sie kann sich in vielerlei Gestalt...

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