RH #193Interview

EMPEROR

Furchtbar kalt und dunkel

Der Kaiser ist tot! Wie es sich für einen zünftigen Abgang gehört, erscheint mit „Scattered Ashes - A Decade Of Emperial Wrath“ noch ein pralles Best-of-Werk, dem man glücklicherweise nur bedingt den Stempel „Plattenfirmen-Abzocke“ aufdrücken kann. Disc zwei des prima aufgemachten Doppel-Whoppers beherbergt nämlich ausschließlich rares Material, darunter haufenweise coole Coverversionen.

Nachdem EMPEROR in der Black-Metal-Szene wahrhaft legendären Charakter erlangt haben, ist gut vorstellbar, dass Ihsan momentan von Fans aus aller Welt mit Briefen und E-Mails bombardiert wird, die nur ein Ziel verfolgen: die Band davon zu überzeugen, dass sie den bereits vollzogenen Split doch noch rückgängig macht.

»Ehrlich gesagt habe ich keinen einzigen Brief und auch keine einzige E-Mail erhalten, was aber daran liegt, dass wir niemals in unserer Karriere eine Kontaktadresse angegeben haben«, lacht Ihsan, ein überaus sympathischer Bursche, dessen ruhige Art kaum Rückschlüsse auf seine musikalische Gesinnung zulässt.

Der norwegische Multiinstrumentalist ist dennoch felsenfest davon überzeugt, dass ein Großteil der Fans die Gründe für das Ende von EMPEROR nachvollziehen kann.

»Der Split ist besiegelt, und es gibt definitiv kein Zurück mehr. Wir haben im Laufe der Jahre mit EMPEROR die Grenzen des kreativ Machbaren bis in die allerletzten Winkel ausgelotet; es wurde musikalisch alles gesagt, was zu sagen ist. Zudem hat sich jeder Einzelne in der Band aufgrund seiner Interessen und...

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