RH #192Tourtagebuch

APOCALYPTICA

Die Geburtsstunde des Cello-Rock!

Ausverkaufte Häuser säumen ihren Weg. Im Land von Beethoven und Bach gehören APOCALYPTICA zu den größten Live-Attraktionen. Doch sind die jungen Cellisten nun trinkfeste Rock´n´Roll-Finnen oder kulturbeflissene Schöngeister? Rock Hard tauchte in den Touralltag der Cello-Rocker ein.

27. Februar: Dresden, Alter Schlachthof

 

Schwarz gekleidete, ziemlich junge Damen bibbern vor dem Alten Schlachthof in Dresden, wo eine grimmig dreinblickende Security darüber wacht, dass niemand den Musikern zu nahe kommt. Verzweifelte Fans suchen noch nach Karten. Wer gleichzeitig hektisches Treiben im Backstagebereich vermutet, liegt völlig falsch. Die Crew hat alles in Ruhe aufgebaut; eine Vorband, die mit den Nerven kämpft, gibt es nicht. Bandboss Eicca (sprich: „Eyyykka“) kommt von seinem täglichen Spaziergang zurück. Der Beutezug durch die Dresdner City fördert lediglich eine Packung „Playmobil“ zutage. »Für meinen Sohn«, erzählt der (landestypisch) manchmal wortkarge Finne. »Viel billiger als bei uns!«

Bei den Vorbereitungen zur Show ist Antero Manninen, der als ehemaliges Bandmitglied die ideale Tour-Ergänzung des Trios darstellt, stets der Erste. Er schlüpft in sein eher seriöses, schwarzes Outfit, stimmt das Cello und spielt sich lange vor den anderen warm. Ausgerechnet der Ruhigste der Vier wirft Paavo breit grinsend ein paar Salzstangen ins Schallloch (das kleine Ferkel... - Red.). Für Paavo beginnt damit ein mehrminütiges Geschicklichkeitsspiel mit seinem Cello. Komisches Ritual.

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