RH #192Interview

LANFEAR

Brathähnchen mit Metal-Geschmack

Darf es zur Abwechslung auch etwas mit Hirn sein? Die deutsche Formation LANFEAR hat mit ihrem dritten Album „The Art Effect“ ein Power-Metal-Scheibchen vorgelegt, wie man es sich nur wünschen kann: Hart, dynamisch und eigenständig brettern sie mit viel Melodie durch ihre kraftvollen Songs und demonstrieren Tiefgang, wohin das Auge reicht.

Wobei: Ganz richtig ist das wohl nicht. Denn gerade das Auge hat beim Erstkontakt mit „The Art Effect“ und dem reichlich merkwürdigen „Brathähnchen“-Artwork eine ganze Menge zu verarbeiten. Gitarrist Markus Ullrich schmunzelt und vermutet in der Band einen unterschwelligen Hang zum optisch Obskuren.

»Diese Cover-Assoziationen sind schon super! Erst kürzlich sprach jemand in diesem Zusammenhang von einem Kleiderständer; und beim Vorgängeralbum „Zero Poems“ bekamen wir zu hören, es sähe aus wie polnische Rollläden. Immerhin: Die Steigerung zum Brathähnchen hat was, haha.«

Das eigentlich Herausragende an „The Art Effect“ ist demnach die Musik. (Äußerst tiefschürfende Erkenntnis... - Red.) Diese klingt dankenswerterweise ganz und gar nicht „typisch“ europäisch; und das bedeutet zwangsläufig, dass LANFEAR auch weiterhin an der Arbeitsweise festhalten, die sich seit gut zehn Jahren immer wieder aufs Neue bewährt hat. Der hartnäckig und scheinbar unkaputtbar wütende Kirmesmetalbazillus hat sich also ein weiteres Mal die Beißerchen am eisernen Willen der Formation ruiniert. Zwar schmieden LANFEAR (wie so viele andere auch) ihren vorzüglichen...

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