RH #192Interview

KATATONIA

Wer verfolgt den einsamen Wandersmann?

Hurra! Die Last des Daseins drückt wieder unbarmherzig. Dank KATATONIA darf wieder hemmungslos geschmachtet werden. Diesmal allerdings mit mehr Niveau als je zuvor. Sänger und Trauerexperte Jonas Renkse philosophiert über künstlerischen Anspruch, Verfolgungswahn, Menschenscheue und das Ende des Sonnensystems. Viva!

Auf mich wirken die Alben „Discouraged Ones“, „Tonight´s Decision“ und „Last Fair Deal Gone Down“ wie eine Trilogie, wie ein komplettes Kapitel. Dieses habt ihr nun beendet und mit „Viva Emptiness“ ein neues begonnen. Siehst du das ähnlich?

»Eigentlich soll jedes Album ein neues Kapitel in der Bandgeschichte darstellen. Aber die drei vorhergehenden Alben kann man durchaus im Zusammenhang sehen. Sie unterscheiden sich bei weitem nicht so sehr voneinander wie von der neuen Scheibe. Insofern liegst du nicht komplett falsch.«

Der Albumtitel „Viva Emptiness“ transportiert einerseits die von euch gewohnte Traurigkeit und Dunkelheit, andererseits hat der Titel auch etwas Optimistisches an sich. Leiden mit einem Augenzwinkern: Sind das die neuen KATATONIA?

»Na ja, ich halte „Viva Emptiness“ eigentlich für unser düsterstes Album überhaupt. Allerdings gehen wir mittlerweile ironischer vor. Pure Tristesse und Hoffnungslosigkeit sind Quatsch, nutzen sich schnell ab und sind auch unglaubwürdig. Denn wenn man ausschließlich leiden würde und alles trostlos wäre, dann bräuchte man auch gar nicht erst kreativ werden. Dann reicht der Strick als Lösung aus. Wir jedoch wollen...

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