RH #192Interview

BOYSETSFIRE

Wissen ist Macht

Seit Bush Junior der Menschheit seine neue Weltordnung mit Gewalt aufzwingen will, hat das alte Klischee vom dummen, rücksichtslosen Redneck Hochkonjunktur. Dabei leben in den USA genügend Leute, die gegen den Krieg im Irak klar Stellung beziehen und dafür sogar erhebliche berufliche Nachteile in Kauf nehmen. Dazu zählt auch BOYSETSFIRE-Frontderwisch Nathan Gray, der wie sein Bandkumpan Josh Latshaw (g.) der Kommunistischen Partei Amerikas angehört.

Anders als Serj Tankian von System Of The Down und Tom Morello (Audioslave, früher R.A.T.M.) sind die Post-Punker/EmoCorler aus Delaware bislang noch nicht ins Fadenkreuz der „Amerika über alles“-Blase geraten. Manchmal ist es doch gut, dass man nicht zum Musik-Establishment gehört, sprich: noch keine Gold- und Platinscheiben in der guten Stube hängen hat.

»Bislang haben sich die Anfeindungen in Grenzen gehalten. Das rührt auch daher, dass die Leute, die auf unsere Konzerte kommen, in der Regel wissen, wo wir politisch stehen. Immerhin gibt es BOYSETSFIRE schon seit acht oder neun Jahren. Auf alle Fälle musste ich noch nie Angst um Leib und Leben haben, obwohl wir auch schon übel beschimpft wurden. Leider sind viele meiner Landsleute seit den Ereignissen des 11. September 2001 verwirrt und voller Wut, was George Bush für seine Zwecke leidlich auszunutzen versteht. Dagegen versuchen wir anzukämpfen, ohne aus den Leuten gleich Kommunisten machen zu wollen. Als Agitatoren taugen Josh und ich nämlich überhaupt nicht, und die...

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