RH #191Tourtagebuch

TIME REQUIEM

Mit TIME REQUIEM in Japan

Hier zu Lande sind TIME REQUIEM noch ein relativ unbeschriebenes Blatt. In Japan sind sie allerdings schon groß genug, um eine eigene Headliner-Tournee durchzuziehen. So unterschiedlich können die Metal-Welten also manchmal sein. Ich ließ mich ins Reisegepäck nach Fernost schmuggeln, um dem Phänomen ein wenig auf den Grund zu gehen und euch diese begnadete Band etwas näher zu bringen.

Der Durst ist groß

 

Kopf der Band ist Keyboarder Richard Andersson, über den ehemalige musikalische Mitstreiter wenig Gutes zu berichten hatten. Ein Diktator sei er, würde überhaupt keinen Spaß verstehen, keinen Alkohol trinken und es seinen Mitmusikern untersagen, auf Tour alkoholische Getränke zu sich zu nehmen. Insofern habe ich schon ein etwas mulmiges Gefühl im Bauch, als ich auf dem Flughafen in Kopenhagen auf die Band warte.

Und ich warte ganz schön lange. Zehn Minuten, bevor der Flug starten soll, sind die Jungs immer noch nicht aufgetaucht und werden schon ausgerufen. Und kurz bevor die Türen geschlossen werden, stolpern die Herren dann doch noch ins Flugzeug. Besagter Richard Andersson ist der Erste, der mich entdeckt: »Och, wir waren noch in der Flughafen-Bar und haben dabei ein wenig die Zeit vergessen«, grinst der 1,90-Meter-Mann mit einer amtlichen Bierfahne. Eines der Gerüchte ist also definitiv schon mal falsch. Eine halbe Stunde später wird mir klar, dass Richard einer der umgänglichsten Leute ist, die ich bislang in diesem Business getroffen habe. Scheint also nur dummes...

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