RH #191Interview

CHEVELLE

Schweigen auf dem Sofa

Auf den ersten Blick unterscheiden sich CHEVELLE kaum vom Großteil der meisten anderen Acts der härteren Gangart, die momentan in den Staaten angesagt sind. Tiefer gestimmte Gitarren treffen auf aggressives Gebrüll, das aus Dynamik-Gründen bei Bedarf melodischem und gefühlvollem Gesang weicht.

Schaut man sich CHEVELLE genauer an, überzeugt die Combo mit fast schon traditionellen Songstrukturen und einem sehr differenzierten Klangbild. Letzteres resultiert daraus, dass es sich bei der Band um ein Trio handelt und man beim Gitarrensound auf übertrieben matschige Distortion-Orgien verzichtet.

»Unser Ziel ist es, die Songs live genauso rüberzubringen, wie sie auf CD zu hören sind. Wenn man die Aufnahmen zu sehr mit Effekten überfrachtet, verliert man schnell das Gefühl für die Musik, und umso schwerer wird es, die Songs dann später auf der Bühne zu spielen. Von daher benutzen wir im Studio so wenige Effekte wie möglich«, erklärt Drummer Sam, der zunächst als Einziger der drei anwesenden Brüder beim Interviewtermin in einem Berliner Hotel - kurz vor dem ersten Deutschland-Auftritt - recht spontan auf die gestellten Fragen antwortet.

Sein Bruder Pete, der nahezu alle Songs und Texte auf CHEVELLEs zweitem Album „Wonder What´s Next“ geschrieben hat und ansonsten die Gitarre bedient und singt, gibt sich sehr einsilbig. Kreidebleich kauert er neben Sam in der anderen Ecke des Sofas und knurrt angestrengt schwer verständliche und unvollständige Sätze zwischen die Antworten seines...

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