RH #190Interview

APOCALYPTICA

Totenstille im Tourbus

Die Wundertüte der finnischen Musikszene spuckt ein großes Album nach dem anderen aus. Ganz oben in der deutschen Publikumsgunst: APOCALYPTICA. Wer die Cellisten immer noch für ´ne öde Coverband hält, hat die letzten Jahre schlichtweg verpennt. Die drei Finnen verstehen es auf geschickte Weise, ihren Sound von Album zu Album zu verändern, und geben heutzutage selbstbewusst zu Protokoll: „Wir haben einen neuen musikalischen Stil geschaffen: CELLO-ROCK.“

Und in der Tat ist das neue Album „Reflections“ der logische nächste Schritt von drei Musikbesessenen, die aus Jux zu (Metal-)Profimusikern wurden. Album Nummer eins („Apocalyptica Plays Metallica By Four Cellos“) schien zunächst nur eine Randnotiz der Hardrock-Geschichte zu werden: Vier Studenten der Sibelius-Akademie in Helsinki führen im Teatro-Heavy-Metal-Club spaßeshalber Metallica-Songs auf. Im Publikum steht Kari Hynninen vom winzigen Independent-Label Zen Garden Records, der den Jungs spontan eine Plattenproduktion für ihr Hobbyprojekt anbietet. Denn eigentlich wollen Eicca Toppinen, Paavo Lötjönen, Max Lilja und Antero Manninen ihr Studium voranbringen und hören Metal - wie Millionen andere Twens auch - in ihrer Freizeit. Stressig ist die Angelegenheit zudem, denn Hynninen hat nicht das Geld für reguläre Studiozeit, und so müssen APOCALYPTICA des Nachts und am frühen Morgen fideln, wenn andere Bands gerade in den Federn liegen. Doch die Mühe lohnt sich, denn die Metallica-Plattenfirma Mercury zeigt schnell Interesse an dem Projekt und übernimmt den weltweiten Vertrieb. Bis heute wurden ca. eine Million Exemplare dieser Scheibe ausgeliefert! ...

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