RH #190Interview

PORCUPINE TREE

Intelligenz wird wieder salonfähig

Sie klingen wie eine Mischung aus Pink Floyd, alten Genesis, neueren Marillion und den Manic Street Preachers und stehen kurz davor, die Welt zu erobern. Mit etwas Glück könnten PORCUPINE TREE zur größten Rock-Sensation des Jahres 2003 werden.

Die ebenso merkwürdige wie außergewöhnliche Karriere des Steven Wilson begann 1987, als der damals 20-jährige Londoner die legendäre Seventies-Prog-Band PORCUPINE TREE erfand, diverse fiktive Bandmitglieder ausarbeitete und im Alleingang tonnenweise Psychedelic-Prog-Songs aufnahm. Zwei aufwändig gestaltete Tapes schlugen im britischen Underground hohe Wellen und wurden ´91 auf dem ersten regulären Longplayer „On The Sunday Of Life...“ zusammengefasst. Den Schritt zum Profimusiker-Dasein ermöglichte Wilson allerdings nicht sein Soloprojekt PORCUPINE TREE, sondern seine damalige Hauptband No-Man, deren Artrock-Alben Anfang der Neunziger recht respektabel verkauften. PORCUPINE TREE hingegen blieben in England lange ein Insider-Act, dessen Erfolgskurve trotz fantastischer Presse-Resonanzen und der halbstündigen Independent-Hitsingle ´Voyage 34´ nur unmerklich nach oben zeigte. Den entscheidenden Wendepunkt markierte Wilsons Entscheidung, aus dem Ein-Mann-Unternehmen eine vollwertige Band zu machen. Mit Colin Edwin (b.), Richard Barbieri (keys) und Chris Maitland (dr.) scharte er drei britische Top-Musiker um sich, nahm ´96 den Trance-Rock-Meilenstein „Signify“ auf und tourte ausgiebig durch Europa. In Ländern wie Italien, Holland oder Griechenland spielten PORCUPINE TREE von Jahr zu Jahr in größeren Hallen und schafften es ´97, bei drei Gigs in Rom, die für das Live-Album „Coma Divine“ mitgeschnitten wurden, 5.000 Fans in Ekstase zu versetzen. ...

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