RH #189Interview

DISCIPLINE

Good friendly violent fun!

Irgendwas müssen DISCIPLINE falsch gemacht haben. Wechselte früher jeder normale Mensch rasant die Straßenseite, wenn die holländischen Hooligans auftauchten, gehört seit dem neuen Longplayer "Saints & Sinners" sogar ein gemütlicher Pazifist wie RH-Chefredakteur Kühnemund zu ihrem Fanclub. JayJay stieg in den Ring und ermittelte.

Einst als Steroid-süchtiger Skinhead-Schläger-Haufen geächtet, haben DISCIPLINE ihren Oi!-Sound inzwischen mit ´ner Menge Rock angereichert. Durch den gestiegenen Punk´n´Roll-Faktor treten sie nicht mehr stumpf in die Fresse, sondern galant Arsch. Und auch das Image von der tumben Sauf-Prügel-Bodybuildung-Truppe mit fragwürdiger politischer Schlagseite ist dem Quartett inzwischen zu blöd geworden. Nicht, dass sie zu Emo-Schnullies verkommen sind oder alten Omas über die Straßen helfen. Schließlich müssen Punk und Hardcore laut Frontmann Joost de Graaf »tough sein. Das ganze Image sollte nicht zu nett werden. Nette Leute gehören in den Kirchenchor.« Dazu grinst der Kerl, dessen Oberarmumfang bei anderen Leuten für den kompletten Brustkorb ausreicht, und befummelt ein paar Wunden an den Knöcheln seiner rechten Faust. »Sie stammen von einer kleinen Auseinandersetzung mit einigen Leuten im Tourbus. Es war aber rein freundschaftlich.« Klar doch. Wir laufen hier beim Rock Hard auch immer mit Blessuren herum, nachdem wir uns in aller Freundschaft zum Nachmittagskaffee getroffen haben...

Die Tour, auf die sich Joop bezieht, war das "Eastpak...

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