RH #189Interview

MISSA MERCURIA

Streit der Göttermoleküle

Wie man an den Erfolgen von Avantasia oder Nightwish sieht, liegen Rock-Opern bzw. die Vermischung von Metal und Klassik momentan schwer im Trend. Obwohl der Zeitpunkt für MISSA MERCURIA demnach kaum günstiger sein könnte, ärgert sich Gitarrist Alex Beyrodt (Silent Force, ex-Sinner) über das Timing.

Der Mann hat einen guten Grund dafür, denn das Konzept des Albums ist bereits fünf Jahre alt, so dass das All-Star-Projekt damals den Trend hätte setzen können, statt ihm jetzt nachzulaufen.

»Hinter dem Ganzen steht eine Frau namens Karin Forstner«, holt der Lockenkopf aus. »Sie ist stark von der Esoterik geprägt und entwarf das Konzept. Da sie mit der Musikszene ansonsten nicht viel zu tun hat, wusste sie allerdings nicht so recht, wie sie mit den Künstlern in Kontakt treten soll, die ihr für die Umsetzung vorschwebten. Als Fan von D.C. Cooper schrieb sie seinerzeit an das Management seiner damaligen Band Royal Hunt. Dieses verschwieg ihm die Anfrage jedoch, so dass die Sache im Sande verlief. Als er zu Silent Force wechselte, versuchte sie es erneut und hatte diesmal mehr Erfolg. Unser Management stellte nämlich nicht nur den Kontakt zu D.C. her, sondern war von der Idee so begeistert, dass es auch noch andere Sänger (siehe Extrakasten - ms) und Musiker wie mich, Drummer Andreas Lill, Gitarrist Stephan Lill und Keyboarder Günter Werno von Vanden Plas sowie Bassist Dennis Ward und Gitarrist Alfred Koffler von Pink Cream 69 zusammentrommelte. Wir trafen uns dann alle für ein Wochenende in Frankfurt, teilten die Aufgaben auf und spielten ein Demo ein. Danach kannte jeder seinen Part und machte sich zu Hause alleine daran, Songs für bestimmte Abschnitte zu schreiben oder Arrangements auszuarbeiten. Karin hatte ganz konkrete Vorstellungen und begleitete auch die musikalische Entstehung intensiv. So entschied sie beispielsweise, dass ich das Titelstück schreiben soll, weil mein Sternzeichen Skorpion ist, dem Erotik, Power und Feuer zugeschrieben werden.« ...

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