RH #187Interview

FEEDER

Große Gefühle im Kirchenschiff

FEEDERs eigenständige Mischung aus bombastischem Brit-Pop und knackigem Alternative-Rock amerikanischer Prägung ist auf dem neuen Album „Comfort In Sound“ nicht mehr so poppig wie bisher ausgefallen und klingt stellenweise gar erstaunlich heavy. Prompt honorierten die Juroren der Richterskala diese Entwicklung mit guten Noten.

Trotz des Durchbruchs mit dem Vorgänger „Echo Park“ war es lange Zeit ungewiss, ob es überhaupt noch mal eine FEEDER-CD geben würde, denn durch den Selbstmord von Drummer Jon Lee im Januar letzten Jahres wurde die Band völlig aus der Bahn geworfen.

»In dieser furchtbaren Situation haben wir darüber nachgedacht, uns aufzulösen«, blickt Sänger, Gitarrist und Hauptkomponist Grant Nicholas auf die dunkle Phase zurück. »Die Nachricht von seinem Tod traf uns aus heiterem Himmel. Wir waren völlig schockiert und wussten nicht, wie es weitergehen sollte. Wir haben mit Jon schließlich nicht nur ein Bandmitglied, sondern auch einen guten Freund verloren. Quasi als Therapie habe ich mir dann die letzten Demos geschnappt, die wir mit ihm zusammen aufgenommen hatten. Ich schloss mich wochenlang alleine im Studio ein und arbeitete die darauf vorhandenen Ideen zu Songs aus. Dadurch fühlte ich mich ihm nahe und konnte meine Gefühle und Gedanken sortieren. Daher rührt auch der Albumtitel, denn die Musik war meine Zuflucht. Erst mit ihr habe ich mich wieder wohler gefühlt.«

Dieses emotionale Arbeiten abseits der üblichen Zeit- und Business-Zwänge hat dem Material...

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