RH #187Interview

MARBLE ARCH

Das geilste Dorf der Welt

I don´t like sundays. Nach zwei durchzechten Nächten und einer neuen Scheißwoche vor der Brust geistert mir an diesen gottverdammten Tagen immer nur ein Gedanke durch den dicken Kopf: Hoffentlich ist bald wieder Freitag. MARBLE ARCH aus Göteborg denken ähnlich, selbst wenn ihre wunderbar melancholische Premiere den etwas verwirrenden Titel „Another Sunday Bright“ trägt.

»Das ist pure Ironie«, gibt Sänger Johan Wadelius zu Protokoll, der die Kapelle anno ´94 als 16-jähriger Pennäler unter dem Namen Evercry gründete, bevor im letzten Jahr der Namenswechsel zu MARBLE ARCH vollzogen wurde. »„Another Sunday Not Bright“ hätte aufgrund der Musik und der düsteren Message des CD-Covers natürlich besser gepasst. Zumal ich an Sonntagen unter normalen Umständen, also mit einem ausgewachsenen Kater, keinen Schritt vor die Tür setze. Besonders, wenn draußen die Sonne scheint. Dabei sind wir gar keine depressiven Gesellen, sondern ziemlich lebenslustige Zeitgenossen, die gerne ein paar Bierchen zischen und Partys feiern. Deshalb zieht sich das Prinzip Hoffnung auch wie ein roter Faden durch unsere auf den ersten Blick eher düsteren Texte.«

Nach zwei EPs („Demise Of The Crown“ von 1996 und „Focus“ von 1998) in der Tradition der Epic-Doom-Götter Candlemass schwören die Mittzwanziger seit Ende der Neunziger verstärkt auf Gothic-Rock und -Pop der Marke The Cure, The Mission und Paradise Lost. Obwohl sich unter den Vorbildern des Quintetts keine finnische Band befindet, hätte ich nach der...

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