RH #187Interview

BOHREN & DER CLUB OF GORE

Rhapsodie in Dunkelschwarz

Totale Finsternis. Schwärze, Kälte und Entsetzen kriechen durch die Nacht. Schreie verhallen im Dickicht nebulöser Todesschwaden. Übrig bleiben der Takt des Jazzbesens und das Brummen des tiefer gestimmten Kontrabasses. Das Piano bittet zum letzten Tanz, und das Saxophon weint eine letzte Melodie der Ewigkeit. BOHREN & DER CLUB OF GORE sind die Meister des Horror-Jazz. Sie kreieren leise Heaviness, ganz ohne Lautstärke, ganz ohne verzerrte Gitarren. Sie schlagen die Brücke zwischen Black Sabbath, Autopsy und dem Lächeln von Sade. Mit 27 Beats pro Minute; selten mehr. Sie sind die dunkle Seite der Popkultur. Abstrakt und reduziert. Gegossen in zeitlose Formen. Konserviert für die Ewigkeit.

Der Opener eures neuen Albums nennt sich ´Midnight Black Earth´: Mitternacht auf der schwarzen Erde. Ist dies die Inkarnation der absoluten, allumfassenden Finsternis?

Morten: »Na ja, irgendwie schon. Ich möchte unsere Titel eigentlich nicht groß kommentieren, da sich gerade bei Instrumentalmusik jeder gut ein eigenes Bild schaffen kann. Für jedes unser Alben hatten wir zwar ein Konzept, um das sich Titel, Cover und Gestaltung drehen. Aber nur für uns, um uns ein besseres Bild über die musikalische Ausrichtung zu verschaffen. Dem Hörer sollte das aber nicht aufgezwungen werden. Er soll sich denken, was er will. Bei dieser Platte ging es um Leichen. Genauer gesagt: um den Moment, an dem das Opfer eines Mords gefunden wird, eine bereits leicht verweste Leiche. Natürlich nachts.«

Du...

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