RH #186Interview

PRIME STH

Trotzige Drachen spucken Feuer

PRIME STH mussten erst nach Amerika „auswandern“ und dort Erfolg haben, bevor die Schweden mit ihrem dynamischen Alternative-Rock auch in der Heimat Gehör fanden. Dank des tollen Dynamit-Debüts „Underneath The Surface“ horcht inzwischen ganz Europa auf.

Obwohl die Schweden quasi aus dem Nichts auftauchten, sind sie keine Frischlinge mehr, sondern können bereits auf eine verblüffend lange Geschichte zurückblicken.

»Wir haben die Band schon 1988 ins Leben gerufen«, holt Sänger Noa aus, der Green Days Billie Joe recht ähnlich sieht. »Zu dieser Zeit waren wir gerade mal zwölf Jahre alt, gingen zusammen in eine Klasse und spielten nur so zum Spaß. Auf den Fotos von damals sehen wir neben den Instrumenten wie Zwerge aus - richtig niedlich. Wir waren hauptsächlich von Skate-Metal-Bands wie Anthrax oder den Suicidal Tendencies beeinflusst und klangen demnach noch ganz anders. Erst nach unserem Schulabschluss hegten wir ernsthaftere Ambitionen, weil keiner von uns studieren, zur Armee gehen oder einen regulären Nine-to-five-Job annehmen wollte. Also konzentrierten wir uns auf die Musik und probten regelmäßig. In dieser Phase hat uns der Grunge-Boom nachhaltig beeinflusst. Leider war das Engagement nicht bei allen gleich groß, und so gab es einige Unstimmigkeiten, aber seit vier Jahren spielen wir nun in derselben Besetzung. Seitdem nennen wir uns auch PRIME, wobei der Zusatz STH für unsere Heimatstadt Stockholm steht. Man riet uns dazu, weil es eine andere Band gleichen Namens gibt. Da solch angehängte Kürzel in Europa nicht so ungewöhnlich sind (man denke beispielsweise an die Teddybears Sthlm – d.Verf.), ist das hier kein großes Thema, aber die Amis fragen ständig danach. Sie begreifen nämlich nicht, dass es sich um eine Abkürzung handelt. Manche sprechen den Bandnamen so komisch aus, dass er sich fast wie „Primus“ anhört. Das führt mitunter schon mal zu Verwechslungen. Außerdem fragen sie ständig nach dem Sinn von „Sth“. Wir hoffen daher, dass wir den Zusatz bei der nächsten Platte weglassen können, weil es die andere Band noch nicht so lange gibt. Diesmal wollten wir jedoch keinen Rechtsstreit riskieren.« ...

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