RH #186Interview

30 SECONDS TO MARS

Der Kopf des Schweins

Jared Leto ist nicht der erste US-Schauspieler, der nach Erfolgen in der Traumfabrik Hollywood den Schritt in die Musikszene wagt. Vor ihm suchten schon Filmgrößen wie Russell Crowe und Keanu Reeves ihr Glück in mehr oder weniger belächelten Bands und lieferten im besten Fall Alben von mittelmäßiger Qualität ab. Keine leichte Ausgangssituation für Letos ambitioniertes Modern-Rock-Projekt 30 SECONDS TO MARS.

Jared Leto lümmelt mit seinem älteren Bruder Shannon und dem Rest der Band vom Jetlag sichtlich übermüdet auf der Couch herum und amüsiert sich über die Zweideutigkeit des Namens Rock Hard: »Hey, hat „Rock Hard“ im Deutschen die gleiche Bedeutung wie im Englischen?«, grinst der 30-Jährige. »Das klingt wie ein Porno-Magazin, haha! Okay, das hört ihr wohl öfter. Sorry, wir sind total überdreht von der Zeitverschiebung und fangen schon an, Müll zu reden.«

Der smarte Frontmann reißt sich aber schnell am Riemen: »30 SECONDS TO MARS sind meine erste Band. Wir spielen bereits seit einer halben Ewigkeit zusammen und haben uns im Laufe der Zeit zu dem entwickelt, was wir heute sind. Es gab in der Vergangenheit nie den Punkt, an dem es zu einem großen Knall kam. Wir sind nicht wie aus dem Nichts entstanden, wie es heute bei vielen Bands der Fall ist. Bei uns ist alles ganz natürlich passiert, und jedes Mitglied der Gruppe konnte musikalisch langsam wachsen.«

In der Tat klingt das Debüt des US-Quartetts überraschend reif und anspruchsvoll. Den Sound von 30 SECONDS TO MARS...

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