RH #186Interview

DISTURBED

Manowars liebste Söhne

Sie sind roh, natürlich und haben keinerlei Starallüren. Sie bekommen bei Namen wie Judas Priest und Iron Maiden leuchtende Augen und meinen es völlig ernst, wenn sie sagen, dass sie das majestätische Element des Metal zurückbringen wollen. Dennoch - oder vielleicht auch gerade deshalb - verkaufen sie Millionen von Alben. DISTURBED sind die etwas andere Band der neuen US-Generation.

Oft irritieren mich Gesprächspartner, die eine Sonnenbrille mit Spiegelgläsern tragen, weil ich ihre Augen nicht sehen kann. Blicke ins dunkle Nichts des Gesichts machen mich nervös. Gitarrist Dan Donegan scheint das zu spüren. Und obwohl ich keinen Ton sage, nimmt der in Leder gekleidete Langhaarige seine Brille ab, lächelt und fragt: »Ist es so besser?«

Nur bedingt, denn jetzt bin ich noch mehr irritiert. Aber noch merkwürdiger als diese unerwartete Höflichkeit ist der Freundeskreis der DISTURBED-Jungs. Dan, stimmt es tatsächlich, dass einer eurer besten Freunde und frühen Förderer Joey DeMaio heißt?

»Das ist wahr. Als wir vor Jahren im Studio waren, um unser erstes Demo aufzunehmen, sagte der mit uns befreundete Produzent, dass er Joey DeMaio gut kenne und dieser stets auf der Suche nach talentierten neuen Bands sei. Also schickte er ein Demo an Joey. Dieser war sofort Feuer und Flamme, und als wir in unserer Heimatstadt Chicago spielten, kam Joey vorbei. Wir mochten uns sofort und wurden Freunde. Joey rührte damals andauernd die Werbetrommel für uns.«

Das bedeutet, dass Joey in...

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