RH #184Interview

SKINDRED

Besser als die Sirene

Wir schreiben das Jahr 2002. Ein Großteil der Veröffentlichungen entspricht entweder den typischen Genre-Klischees oder zählt zu albernen Plattenfirmen-Hypes, die entgegen der Werbung alles andere als „innovativ“ und „sensationell“ sind. System Of A Down und Soulfly haben gezeigt, wie man dem Schubladendenken der Industrie den Stinkefinger entgegenhält. Die Dub War-Nachfolger SKINDRED wissen ebenfalls, wo ihre Roots liegen. Mit ihrer hochenergetischen Mixtur aus Hardcore, Metal und Reggae könnte das Quartett kräftig mithelfen, einen neuen Crossover-Boom auszulösen.

Kurzer Rückblick: 1995 gehörte die walisische Formation Dub War zu den Überraschungen des Dynamo-Festivals und feierte vor über 100.000 Fans eine wütende Raggathrash-Party. Insbesondere der pummelige Rastafari-Sänger Benji Webbe - ein Powertyp der allerersten Garde - sollte Fans mit Langzeitgedächtnis noch in Erinnerung sein. Das Debütalbum „Pain“ (erschienen bei Earache) war die erste „halbwegs hörbare“ Veröffentlichung des britischen Kult-Krachlabels, das bis dato nur Musik vom Kaliber Napalm Death, Carcass, Godflesh & Co. unter die Leute gebracht hatte. Beweis dafür, dass Dub War trotz ihrer Black Music-Einflüsse keine Waisenknaben sind. Auch wenn der Nachfolger „The Wrong Side Of Beautiful“ stellenweise etwas ruhiger ausfiel: Hardcore-Gepeitsche findet sich auch auf diesem Longplayer. Mit der Single ´Enemy Maker´ stand die Band kurz vor dem Durchbruch in ihrem Heimatland England, danach verschwand das Quartett...

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