RH #183Interview

JERRY CANTRELL

Ein komischer Typ

Nach dem Tod von Sänger Layne Staley sind Alice In Chains nun auch offiziell Geschichte. Die Seattle-Legende, die die Grunge-Epoche maßgeblich geprägt hat, hinterlässt eine große Lücke. Doch ihr Gitarrist JERRY CANTRELL gibt sich mit seinem neuen Album „Degradation Trip" alle Mühe, das musikalische Erbe würdig zu verwalten. Mit seiner Art der Öffentlichkeitsarbeit dürfte er allerdings nicht allzu viele Blumentöpfe gewinnen, wie unser rasender Reporter Schleuti feststellen musste...

Jerry gilt als nicht ganz einfacher Künstler. Wie die Plattenfirma zu berichten weiß, verdaddelt er mit schöner Regelmäßigkeit die vereinbarten Telefoninterviews. Also bleibt ihr nichts anderes übrig, als tief in die Tasche zu greifen und die Musikjournalisten für ein persönliches Treffen nach Amerika zu fliegen. Doch auch das gestaltet sich schwieriger als erwartet. Weil der Sänger und Gitarrist seine kostbare Zeit in den Metropolen ausschließlich für die großen Tageszeitungen reserviert hat, muss die ausländische Journaille aufs Land ausweichen. Für die Deutschen geht es nach Modesto, in eine triste 90.000-Einwohner-Stadt, die gut zwei Autostunden südöstlich von San Francisco liegt.

Der Tourmanager berichtet, dass Jerry heute Morgen bis um neun Uhr gefeiert hat und noch im Tiefschlaf ist, so dass die geplante Fotosession ausfällt und sich die Interviewzeiten wohl nach hinten verschieben werden. Nach längerer Warterei im sehr schönen Fat Cat-Club, der ansonsten eher Jazz-Shows veranstaltet,...

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