RH #182Interview

VADER

Der General lässt die Russen tanzen

Bei VADER ist alles in Butter. Das neue Album „Revelations" klingt wie aus einem Guss, und die Polen spielen wie gewohnt überall dort, wo sich eine Steckdose befindet. Dass es nicht immer so leicht war, zeigt unser Gespräch mit Bandkopf Peter über die finstere sozialistische Vergangenheit seines Landes.

Heutzutage gehören VADER zu den renommiertesten Death Metal-Bands weltweit. Für die Fans ist es mittlerweile selbstverständlich, jährlich ein neues Album abzufassen und die Truppe in steter Regelmäßigkeit live zu erleben. Als Peter und seine Mannen Anfang der achtziger Jahre begannen, extreme Musik zu spielen, war dies jedoch alles andere als selbstverständlich – und schon gar nicht einfach.

»Polen war damals ein armes und vom Sozialismus geprägtes Land. Als Musiker hatte man nur Probleme. Es begann schon beim Equipment, das man nicht kaufen konnte. Außerdem gab es kaum Auftrittsmöglichkeiten für Metalbands.«

Ich stamme aus der DDR, wo es ähnliche Probleme wie in Polen gab. Bei uns existierten damals so gut wie keine extremen Metalbands, die professionell Musik machen konnten. Die meisten Bands coverten sich einfach durch die Metalhistorie.

»Ich schätze mal, dass es in der DDR nicht viel anders war als bei uns. Der einzige Unterschied war vielleicht, dass die DDR an Westdeutschland grenzte und deshalb besser versorgt wurde.«

Na ja, Ostberlin vielleicht. Wie ist die heutige Situation in deiner Heimat?

»Ich kann mir alle CDs kaufen, die ich will. Damals war es unmöglich,...

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