RH #182Interview

GOO GOO DOLLS

Fallschirmjäger mit Wandergitarre

Von Erfolgsdruck keine Spur. Trotz sechs Millionen verkaufter Einheiten ihres letzten Albums und einer nicht abreißenden Kette substanziell hochwertiger Hitsingles behielten die GOO GOO DOLLS einen klaren Kopf: Noch nie klangen die Edelpoprocker so entspannt wie auf "Gutterflower".

 

»Wir haben uns gestern Abend ein wenig auf der Reeperbahn umgesehen. Schon in der ersten Bar steckten die Leute ihre Köpfe zusammen und begannen geheimnisvoll zu tuscheln«, begrüßt mich Robby Takac (b., v.) in einem Hamburger Luxushotel - und entpuppt sich als die Nettigkeit in Person. »Ich dachte, die hätten mich erkannt, verstand aber kein Wort von dem, was die Herrschaften dort von sich gaben. Ich bekam dann aber mit, dass die mich doch tatsächlich für Ozzy hielten. Und zum Dank spielte der Club-DJ den ganzen Abend über fuckin' Madonna, haha!«

Direkt auf die GOO GOO DOLLS angesprochen, hätten wohl sämtliche der anwesenden Gäste mit unwissendem Schulterzucken reagiert. Ganz im Gegensatz zu vergleichbaren Szenarien in den USA, wo die Band spätestens nach den beiden Single-Hits 'Name' (vom ´95er Album "A Boy Named Goo") und 'Iris' (aus dem Film "City Of Angels") Megastar-Status besitzt, was dem Trio sogar einen Auftritt mit dem rothaarigen Monster Elmo in der amerikanischen „Sesamstraße" bescherte.

Der Erfolg ist allerdings hart erarbeitet: Vor rund 15 Jahren starteten die GOO GOO DOLLS als lupenreine Drei-Akkord-Dachboden-Punkband, entfernten sich jedoch mit jeder ihrer sieben...

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