RH #182Interview

SOIL

Durchbruch nach zwei Fehlstarts

SOiL sind die lange vermisste Drahtbürste, die mit ehrlicher, intensiver Aggression und starken Songs die aalglatte Oberfläche eines durch und durch kommerzialisierten Genres bearbeitet. Alternative Metal lebt – und die Klischeeklamottenkiste bleibt dankenswerterweise geschlossen.

 

»Ich hatte einen kleinen Disput mit einer Kreissäge. It kicked my ass!«, ist das Erste, was mir SOiL-Sänger Ryan McCombs nach dem ersten Händedruck entgegenbringt, als ich ihn auf seine mittlerweile verheilte Verletzung an der rechten Hand anspreche, an der gut die Hälfte von Daumen und Zeigefinger fehlen. Keine Frage: Der noch nicht mal 160 Zentimeter hohe Sänger mit der mächtigen Stimme verfügt über einen ausgeprägten Galgenhumor. Bei genauerer Geschichtsanalyse der aus Chicago stammenden Alternative Metal-Bande SOiL ist dies streng genommen aber auch nicht weiter verwunderlich. Seit der Gründung 1998 wurden die hochmotivierten SOiL von unzähligen Rückschlägen heimgesucht, die sich wohl nur auf dem Weg der Selbstironie verarbeiten lassen.

»Das stimmt schon«, meint der Sänger, »aber mittlerweile zerbrechen wir uns darüber nicht mehr den Kopf. Einerseits scheint sich doch noch alles zum Guten für uns zu wenden, andererseits haben wir aus den verkorksten Geschehnissen der letzten Jahre gelernt. Und zwar nicht nur, wie man mit einer Kreissäge richtig umzugehen hat...«

Der spritzige Unfall ereignete sich übrigens unmittelbar nach Ryans Einstieg in die Band, genauer gesagt: einen Tag vor ihrem...

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