RH #182Interview

KORN

Verrückt im Kopf

Für die einen sind KORN die Retter des modernen, harten Sounds im Dancefloor-verseuchten 21. Jahrhundert - für die anderen Verursacher einer nervtötenden Epidemie, die auf den Namen „Nu Metal“ hört. Vor dem Rock Hard-Soundcheck-Gericht fanden die letzten Alben selten Gnade, doch das neue Scheibchen „Untouchables“ kommt erstaunlich gut an. Grund genug, den Hauptverdächtigen Jonathan Davis in den Kronzeugenstand zu rufen.

Es ist früher Abend, und wir sitzen in einer eleganten weißen Hotelsuite am Strand von Santa Monica, Los Angeles. Jonathan, seines Zeichens Sänger und Vollzeit-Psychopath bei KORN, hockt mir gegenüber und steckt sich ununterbrochen alle erdenklichen Süßigkeiten in den Mund.

»Hey, das sind ja fuckin´ Manowar auf dem Cover!«, grinst Davis und beginnt damit, die mitgebrachte Mai-Ausgabe des Rock Hard genauer unter die Lupe zu nehmen. »Das ist wirklich reinster, purer Heavy Metal. Ich mag diesen Stil.«

Er wirkt leicht nervös, redet schnell und ausgesprochen leise. Kaum vorstellbar, dass dieser schüchterne, stille Typ auf der Bühne zum Maniac werden kann.

Vermutlich wissen die wenigsten Fans, dass sich Bassist Fieldy und Gitarrist Brian „Head“ Welch in den frühen neunziger Jahren als posende Heavy-Matten-Träger in einer Glam-Rock-Band mit Namen Ragytime rumtrieben und stilistisch vermutlich gar nicht so weit entfernt von Boris´ Alltime-Faves waren. Auch Frontmann Jon versuchte sein Glück zunächst in einer Formation mit dem schmalzigen Namen Sexart.

»Das war...

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