RH #180Interview

PRETTY MAIDS

Das passt!

Im Melodic Metal-Bereich haben nicht viele Bands so kompromisslos ihr Ding durchgezogen wie die PRETTY MAIDS. Seit 20 Jahren lässt sich die sträflich unterbewertete Band von Misserfolgen nicht kleinkriegen. Mit „Planet Panic“ haben die Dänen gerade ihr neues Album veröffentlicht, das die konstante Qualität erneut unter Beweis stellt.

Dabei hatte „Planet Panic“ durch eine Hörprobe des Openers ´Virtual Brutality´ auf der Band-Homepage schon im Vorfeld für Aufregung bei den Fans gesorgt. Der Song gab Anlass zur Beunruhigung, weil sowohl Scratch-Elemente als auch Vocal-Effekte und heruntergestimmte Gitarren eingesetzt wurden. Die Befürchtung, die PRETTY MAIDS könnten zum 20-jährigen Bestehen vom Melodic Metal zum Nu Metal konvertieren, ist allerdings unbegründet, wie auch Sänger Ronnie Atkins am Telefon deutlich macht: »Mir ist klar, dass viele Fans irritiert sind und sich fragen, was mit der Band passiert ist. Aber gerade ´Virtual Brutality´ ist ein sehr spezieller Song, den wir unter dem unmittelbaren Eindruck der Attentate vom 11. September geschrieben haben. Wir stimmten die Gitarren auf die Tonart runter, nach der viele angesagte Ami-Bands klingen, und durch das Scratchen und die Effekte auf meiner Stimme wurde es für unsere Verhältnisse ein experimenteller Track.«

Dagegen spricht ja nichts. Aber ist der durch die Vocal-Effekte nahe liegende Vergleich mit Cher für einen ernst zu nehmenden Sänger wie Ronnie Atkins erträglich?

Er selbst sieht das recht locker: »Warum...

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