RH #177Interview

TOMAHAWK

Rednecks im Swimmingpool

Die „Pattoneritis“ greift um sich. Es reicht offenbar noch längst nicht aus, dass der Ex-Faith No More-Sänger bei Mr. Bungle und Fantómas durch die Botanik kreischt sowie Inhaber des Labels Ipecac ist. Nein, jetzt gibt es auch noch TOMAHAWK.

Eigentlich ist Mike Patton ja eine echte Nervensäge. Zwar erntet der Millionär, der es sich mittlerweile finanziell locker leisten kann, disharmonischen Krawall zu fabrizieren, mit seinem pseudo-anspruchsvollen Sondermüll, den er u.a. mit Dave Lombardo (ex-Slayer, ex-Grip Inc.) verbricht, jede Menge Applaus von jenem Teil der Presse, der so etwas von Berufs wegen super finden muss (zu Hause hören sich die staatlich geprüften Gutfinder die Platten mit Sicherheit nicht freiwillig an) - aber richtig gute Rock-Songs hat der „Ipecacker“ seit dem Ende von Faith No More nicht mehr gesungen.

Jetzt aber kommt TOMAHAWK wie Phönix aus der Asche gestiegen - eine Band mit simplen, guten Rock-Songs, die locker und flockig und vor allem mit schönen Melodien den ganzen vorangegangenen Patton-Bockmist vergessen machen. TOMAHAWK wurden von Ex-Jesus Lizard-Gitarrist Denison gegründet und sind mittlerweile das musikalische Zuhause von echten Musikgrößen: John Stannier trommelte einst bei den Riff-Göttern Helmet, und Kevin Rutmanis zupfte das Langholz bei den Cows sowie den Melvins.

Denison, ein Traum-Line-up, oder?

»Nein, eher ein Alptraum, denn jedes Bandmitglied ist auf seine Art und Weise ein Idiot. Natürlich bin ich glücklich, so eine gute Mannschaft...

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