RH #177Interview

VIRGIN STEELE

Saturday Night Fever

Es gibt zwei hauptamtliche Gründe, weshalb sich ehemalige Musikanten in die Haare kriegen: Entweder geht´s um Geld oder um künstlerische Standpunkte. Beim aktuellen Riesenkrach zwischen VIRGIN STEELE-Boss David DeFeis und Bandgründer Jack Starr sind wohl beide Aspekte im Spiel...

„The Book Of Burning" ist ein starkes Album und bietet mit einer Spielzeit von mehr als 70 Minuten auch quantitativ eine ganze Menge, weshalb kein Fan der Band an dieser Veröffentlichung vorbeikommt. Zumal sowohl das darauf enthaltene Material neueren Datums als auch die acht Neuinterpretationen von ursprünglich auf den beiden Alben „Virgin Steele" (1982) und „Guardians Of The Flame" (1983) sowie der „A Cry In The Night"-Maxi (1983) veröffentlichten Songs höchsten Qualitätsansprüchen genügen.

Dennoch hätten es die Fans vermutlich lieber gesehen, wenn mit den musikalischen Frühwerken der New Yorker ähnlich verfahren worden wäre wie mit den Wiederveröffentlichungen der Alben „Noble Savage" und „Age Of Consent". Sprich: ein mit diversen Bonustracks angereicherter Re-Release der jeweils kompletten Alben in remasterter Form. Dem ist aber leider nicht so, und an dieser Stelle kommt Ex-Gitarrist Jack Starr ins Spiel.

»Wer ist das?«, lacht Bandmastermind David DeFeis am anderen Ende der transatlantischen Telefonleitung. »Nein, ernsthaft: Der eigentliche Plan war tatsächlich, die beiden Scheiben in ihrer ursprünglichen Form wiederzuveröffentlichen. Allerdings nicht in irgendeiner lieblosen Form, sondern...

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