RH #176Interview

Hintergrundstory: Black Metal

Begonnen hat alles mit Venom, die Motörheads punkig-räudigen Zugang zum Metal noch weiter simplifizierten und Black Sabbaths Okkultismus/Satanismus-Konzept auf die Spitze trieben.

Nach dem Debüt „Welcome To Hell“ (1981) war das Power-Trio aus Newcastle gefestigt genug, um mit dem legendären Album „Black Metal“ (1982) dem eigenen Stil einen passenden Namen zu geben. Ihnen folgten rasch Celtic Frost (für Schwarzmetaller ist jedoch die Embryonal-Version Hellhammer von größerer Bedeutung als die eigentliche Hauptband von Tom G. „Warrior“ Fischer) und Bathory, die sich zu Beginn ihrer Karriere sowieso mehr als Venom-Fanclub/Raubkopierer denn als eigenständige Band gebärdeten.

Anfänglich waren Black Metal und Death Metal (damals manchmal auch noch als „Death-Thrash“ tituliert) noch Synonyme, die alles Extreme jenseits von Slayer beschrieben; doch irgendwann in der zweiten Hälfte der Achtziger kristallisierte sich eine eigenständige Todesblei-Schiene heraus, die vor allem in Florida und Schweden mit Volldampf gefahren wurde. Das rief einige nordische Traditionalisten auf den Plan, die sich mit der rasanten musikalischen und ideologischen Weiterentwicklung nicht anfreunden konnten. Sie wollten wieder Tapetrader-Rauschen statt Morrisound/Sunlight-Produktionen und primitiv plakativen Satanismus statt realer Themen („Treibhaus“-Metal) in den Lyrics. Also versuchten sie das Rad der Zeit zurückzudrehen und setzten Anfang der Neunziger gleich hinter den Basiswerken von Venom, Hellhammer...

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