RH #176Interview

MASTERS OF REALITY

Kultur geht durch den Magen

Bisher war ein neues MASTERS OF REALITY-Album leider ein sehr seltenes Ereignis. Nur alle drei bis vier Jahre beglückte uns Mastermind Chris Goss mit neuem Material. Mit dem vierten Album "Deep In The Hole" kommt er erfreulicherweise schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit aus dem Quark. Und das Beste daran ist, dass es im Gegensatz zum enttäuschenden Vorgänger nicht wie ein Schnellschuss klingt, sondern phasenweise sogar an die Klasse des legendären Debüts anknüpfen kann.

Chris Goss sitzt in einem abgedunkelten Hotelzimmer mitten in der Kölner Altstadt. Auf den ersten Blick wirkt der glatzköpfige Zwei-Zentner-Mann ziemlich grobschlächtig und fast schon brutal, doch der Eindruck täuscht gewaltig. Er scheint im falschen Körper zu wohnen und überrascht mit betont sanfter Stimme und sehr weicher Körpersprache; außerdem glänzt er mit erstaunlichen kulturellen Kenntnissen.

»Ich bin europäischer Abstammung und liebe Länder wie Deutschland, Holland oder Italien«, bekennt er. »Wenn ich unterwegs bin, lerne ich zum Beispiel dadurch viel über Land und Leute, dass ich im Tourwriter (dem Anforderungszettel für Verpflegung, Technik etc. - d.Verf.) (Ähm, das Ding hört, spricht und liest sich Tour-Rider, lieber Kollege... - Red.) immer lokale Gerichte und Getränke verlange. Domino-Pizza und Budweiser kann ich ja schließlich zu Hause haben. Ich will gerne das essen, was für die Gegend typisch ist. Hier in Köln trinke ich also Kölsch (Armer Kerl! Die Plattenfirma hätte ihn besser in...

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