RH #175Titelstory

BOLT THROWER

Klinisch tot und kampfbereit

"Honour - Valour - Pride" ist das mittlerweile siebte Studio-Album der britischen Death Metal-Legende BOLT THROWER und einmal mehr ein Meilenstein in der Historie einer Band, die sich langsam, aber stetig zu einer festen Größe in der Szene gemausert hat, ohne auch nur den geringsten Kompromiss einzugehen.

Und wieder einmal war der Entstehungsprozess dieser Platte ein echtes Puzzle-Spiel, wie Gitarrist Gavin Ward bestätigt:

»Die Trademarks eines BOLT THROWER-Songs sind nun mal die massiven Riffs verbunden mit den Gitarrenharmonien, und es ist eine verdammt mühselige Arbeit, die richtigen Kombinationen zu finden. Wir nehmen bis zu zehn differierende Harmonien pro Song auf, und es dauert mitunter recht lange, bis wir uns entschieden haben, welche Harmonie denn nun am besten zum jeweiligen Track passt. Je mehr Zeit wir allerdings auf diese Arbeit verwenden, desto weniger Soli tauchen in unseren Stücken auf - aber wirklich vermissen tut die Gitarrensoli kaum jemand. Beim Gesang haben wir uns ähnlich viel Mühe gegeben: Dave sang vier verschiedene Versionen ein, mit unterschiedlichen Techniken und verschiedenen Mikros.«

Diese Arbeitsweise erklärt dann wohl auch, warum BOLT THROWER immer verhältnismäßig lange im Studio rumhängen. Aber inwieweit konnte sich Dave denn überhaupt bei euch entfalten? Hat er seine eigenen Gesangslinien geschrieben, oder bekam er sie von euch vorgesetzt? Und hat er auch Texte beigesteuert?

»Natürlich brachte er sich auch selbst ein. Etwa 70 Prozent der...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.