RH #171Interview

THUMB

Gruppenzwang in Gütersloh

Innovative Alternative-Bands sind in Deutschland rar gesät. Um so wichtiger, dass sich THUMB nach langer Pause noch einmal in leicht veränderter Besetzung aufgerafft haben, um der amerikanischen Übermacht in diesem Genre zu trotzen. Das neue Album nennt sich schlicht „3“ und schafft es tatsächlich, aus dem schier übermächtigen Schatten des großartigen Vorgängers hervorzutreten.

„Expore“ erschien vor vier Jahren und zog unzählige Gigs nach sich (u.a. auf der amerikanischen Van´s Warped-Tour), doch anschließend kam das große Loch. Man hörte rein gar nichts mehr von der Band. Als dann auch noch Sänger Claus Grabke mit seiner Zweitband Alternative Allstars auftauchte, schien das Thema THUMB endgültig zu den Akten gelegt, zumal sich auch die übrigen Bandmitglieder anderweitig orientierten:

Drummer Steffen half längere Zeit bei den H-Blockx aus, DJ Lupe (inzwischen wieder ohne seinen funky Leoparden-Look) baute ein eigenes Tattoo-Studio auf (Marktstraße 2, 33602 Bielefeld, Tel.: 0521-5605990) (wat hatter dir für die Schleichwerbung geblecht, hm? - Red.), Bassist Yanni fand einen Job als Grafiker bei einer Internetfirma, und Gitarrist Axel fing an, als Engineer in einem Kölner Studio zu arbeiten.

»Das war letztendlich auch der Hauptgrund für seinen Ausstieg«, erläutert Yanni, »denn wegen der Entfernung konnte er nur einmal pro Woche nach Gütersloh zum Proben kommen, und das war einfach zu wenig.«

»Wir bekamen keine Songs mehr auf die Reihe, die stark genug waren, um „Exposure“...

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