RH #171Interview

DEVINE DECAY

Sockenschuss und Spaß dabei!

Die vor einiger Zeit herbeigeredete Speed Metal-Renaissance hat sich leider als Wunschdenken entpuppt. Die aktuellen Highlights dieses legendären Achtziger-Genres kann man nach wie vor an einer Hand abzählen. Dazu gehört aber auf jeden Fall „Songs Of The Damned“, das Debüt der Finnen DIVINE DECAY.

Das Album schlägt keineswegs in die pure Retro-Kerbe, sondern springt unverstaubt und zeitlos aus den Boxen. Die Produktion ist satt, und bei aller Orientierung an klassischen Vorbildern muss man DIVINE DECAY ein Maß an Selbstständigkeit attestieren. Aufgrund mangelnder Konkurrenz in der Speed-Szene hat sich das französische Osmose-Label bei der Promotion von „Songs Of The Damned“ allerdings mächtig weit aus dem Fenster gelehnt und behauptet ganz frech, die Platte sei eine Art „Kill ´Em All“ oder „Ride The Lightning“ fürs neue Jahrhundert. Pätkä Rantala (dr.), mit 27 Jahren der Junior bei DIVINE DECAY und im Interview sehr sympathisch, aber definitiv mit einem kleinen Sockenschuss gesegnet, ist davon vollkommen unbegeistert.

»Der Spruch ist wirklich hoch gegriffen. Wir hatten davon erfahren und wollten verhindern, dass Osmose mit so einem Quatsch an die Presse gehen, aber sie haben es dennoch verwendet. Schreib das bitte! Es ist wirklich nicht unsere Schuld. Den Doppelpunkt in unserem Bandnamen (auf der Platte heißen die Herren plötzlich DIVINE:DECAY - d.Verf.) hat uns ebenfalls das Label untergeschoben.«

Der Vergleich mit alten Metallica ist zwar absolut nicht von der Hand zu...

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