RH #170Interview

SLIPKNOT

Komm her und stirb!

Der Clown hasst es, als John Wayne Gacy-Kopie bezeichnet zu werden. Statt von Kinderkram wie Satanismus fasziniert zu sein, liest der Mann mit der Clownsfratze lieber den „National Geographic“, weint bei „Fight Club“ und würde gerne mit seiner Interviewpartnerin kämpfen.

SLIPKNOT sind nicht umsonst eine der umstrittensten Bands der Stunde. Auch ich fand das scheinbare Durcheinander aus New Metal-Riffs, Percussions und Soundscapes auf „Slipknot“ unspektakulär. Ihre Bühnenpräsenz ist fraglos imposant, obgleich manch einem der Maskenball definitiv zu viel Show ist und böse Zungen sie deshalb als aufgesetzte Metal-Boyband verschreien. Irgendwann treffe ich eine vertrauenswürdige Freundin der Band, und ihr „Da ist etwas sehr, sehr Unheimliches und Dunkles, das diese Combo umgibt!“ will mir nicht aus dem Kopf.

Darüber, dass ich wenige Tage vor dem Konzert- und Interviewabend zu einem anberaumten Promo-Tag nach Köln gefahren war, nur um versetzt zu werden, verliere ich kein Wort.

»Wir sind die Anti-Band«, definiert No. 6, der Clown, der mit bürgerlichem Namen Shawn Crahan heißt, den Grund, warum kein Sterblicher das neue Album „Iowa“ vor Veröffentlichung zu hören bekommt. »Vor drei Jahren gaben wir euch die Bibel, und wir hoffen, dass „Slipknot“ seine Bedeutung bis in alle Ewigkeit behält. Ich bin Künstler und nicht hier, damit mir jemand erzählt: „Das neue Material klingt gar nicht wie die alten Songs!“«

Gott sei Dank! Die einzige verlässliche Information zu „Iowa“ bietet eine...

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