RH #170Interview

IGGY POP

Richtig schön primitiv

Große Worte über IGGY POP zu verlieren, hieße Altbier nach Düsseldorf tragen - schließlich ist der seit rund 30 Jahren durch die Szene geisternde Mann eine lebende Legende. Auf seinem neuen Album „Beat ´Em Up“ hat er zum dreckigen Schweine-Rock vergangener Tage zurückgefunden. Ungeachtet dessen lässt er im Interview nicht die (verbale) Sau raus, sondern gibt sich ausgesprochen moderat und hintergründig.

Vor allem gemessen am recht experimentellen Vorgänger „Avenue B“ ist dein neues Album eine deutliche Rückbesinnung auf deine Wurzeln. Hast du die Band ausgetauscht, oder arbeitest du nach wie vor mit denselben Musikern?

»Mein Hauptpartner, mit dem ich die Songs seit rund zehn Jahren komponiere, ist nach wie vor derselbe: Gitarrist Whitey Kirst. Er hat für diese Scheibe seinen Bruder Alex in die Band gebracht, der jetzt hinterm Schlagzeug sitzt. Den Bass spielte seit dem letzten Album Moose Man, der zuvor bei Body Count war; leider wurde er neulich bei einer Gang-Schießerei getötet. Deswegen zupft jetzt unser alter Rhythmus-Gitarrist Pete Marshall die vier Saiten. Die Band hat zwar ein etwas anderes Gesicht, aber die zentralen Personen sind immer noch dieselben.«

Demnach haben die neuen Musiker nichts mit dem wiederentdeckten Rock´n´Roll-Spirit zu tun.

»Nein. „Avenue B“ war ein sehr wichtiges Album für mich, weil ich zu der Zeit bestimmte Gefühle hatte, die ich ausdrücken wollte. Nachdem ich das getan hatte, war mein Kopf wieder frei, so dass ich mich auf meine...

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