RH #169Interview

DEAD KENNEDYS

Leichenfledderei?

Auch ohne rückblickende Verklärtheit waren sie die wichtigste Hardcore-Band aller Zeiten. Die DEAD KENNEDYS standen von 1978 bis ´86 für all das, was den Hardcore in seiner Anfangsphase auszeichnete und ihm später schmerzlich fehlte: politisches Bewusstsein und musikalische Eigenständigkeit. 15 Jahre nach ihrem Split sind die DEAD KENNEDYS wieder in den Medien präsent. Dieses Mal allerdings, weil sie dabei sind, ihre eigene Legende zu demontieren.

Die Fakten im Schnelldurchlauf: East Bay Ray (g., bürgerlicher Name Ray Peppernell), Klaus Fluoride (b., Geoffrey Lyall) und D.H. Peligro (dr., Darren Henley) verklagten Jello Biafra (v., Eric Boucher) wegen fehlerhafter Lizenzabrechnungen und mangelhafter Promotion der DEAD KENNEDYS-Releases. Biafra hatte den DK-Katalog nach dem Ende der Band auf seinem Label Alternative Tentacles weiter vertrieben.

Ausgenommen waren lediglich das Debüt-Album „Fresh Fruit For Rotting Vegetables“ und die daraus ausgekoppelten Singles ´California Über Alles´, ´Holiday In Cambodia´ und ´Kill The Poor´. Sie liefen weiterhin über Cherry Red Records, die aus dem Material 2000 ein schickes Doppel-CD-Package zurechtbauten. Vor Gericht wurde dieser Re-Release als Prototyp für den richtigen Umgang mit dem DK-Katalog präsentiert. Biafra hingegen habe es im Gegensatz zu Cherry Red unterlassen, die Alternative Tentacles-Releases weiterhin anständig zu vermarkten und deshalb in den letzten Jahren weit weniger davon verkauft, als möglich gewesen wäre. Dadurch...

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