RH #169Interview

JOURNEY

Wo sind die Individualisten?

Eigentlich wird die US-Rock-Szene ja nur noch von ´ner Mischung aus Pseudo-Psychopathen und HipHop-Freaks in viel zu weiten Hosen bevölkert, die plötzlich Gitarren für sich entdecken. Melodische Sounds, die die Achtziger bestimmten, als die Reagan-Regierung den Kids weismachen wollte, dass alles gut wird, haben da keine Chance mehr. Umso erstaunlicher, dass die AOR-Päpste JOURNEY nach wie vor zu den ganz großen Stars in den Staaten zählen.

Eitel Sonnenschein herrscht auch bei JOURNEY-Keyboarder Jonathan Cain, der 1980 kurz nach dem Release des „Captured“-Live-Albums zu Neil Schon & Co. stieß. Der eloquente und ein sehr gewähltes Englisch sprechende Tastenmann weiß allerdings auch, dass das neue Hammeralbum „Arrival“ (s. RH 168), das es in den deutschen Charts immerhin in die Top 80 schaffte, ein rein amerikanisches Ding ist. JOURNEY sind in Europa sicherlich eine bekannte Band, konnten aber nie auch nur ansatzweise an den Erfolg anknüpfen, der sie in den USA zum Prototypen eines Arena-Rock-Acts machte.

»Wir haben in den Staaten von Anfang an sehr hart gearbeitet und sind viel getourt«, erinnert sich Jonathan. »Die Leute wuchsen mit unserer Musik auf. Sie verbinden eine Menge Erinnerungen mit JOURNEY-Songs. Wir waren Teil ihrer Jugend und wurden ständig im Radio gespielt. Die Fans sind sehr loyal und mit uns zusammen älter geworden. Das ist in Europa mit vielen Heavy Metal-Bands ähnlich. Iron Maiden z.B. sind in Europa eine Macht, haben hier aber eher den Stellenwert, den...

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