RH #167Interview

DROPKICK MURPHYS

An der Nordseeküste

Klaus & Klaus im Exil in Boston? Mitnichten! ´An der Nordseeküste´ stammt bekanntlich nicht aus der Feder der norddeutschen Spaßvögel, sondern war die Bearbeitung der weltberühmten irischen Volksweise ´The Wild Rover´.

Ergo feiern die DROPKICK MURPHYS auf ihrem aktuellen dritten Album „Sing Loud, Sing Proud“ nicht etwa unsere deutschen Schlagerhelden, sondern zollen mit dem partytauglichen Cocktail aus Punk, Hardcore, Oi! und Irish-Folk ihren europäischen Vorfahren Tribut.

Obwohl sie schon seit ihren Anfangstagen 1996 mit Folk-Einflüssen experimentieren, haben sie diese für ihre aktuelle Langrille noch vertieft. Sänger Al Barr (ex-The Bruisers) führt diese Entwicklung darauf zurück, dass zum ersten Mal mit einem konstanten Line-up für Studioaufnahmen und Tourneen gearbeitet wurde.

»Bisher hatten wir immer ältere Studiomusiker für die keltischen Instrumente engagiert, die natürlich nicht mit uns auf Tour gehen konnten. Mittlerweile aber haben wir junge Punkrocker für Blechflöte, Mandoline, Dudelsack und Akkordeon gefunden.«

Dabei stellt sich natürlich die Frage, wie man ausgerechnet als Punkrocker auf die Idee kommt, traditionelle Weisen seiner Urahnen vom anderen Kontinent zu covern und überlieferte Elemente in ursprünglich subversive, rebellische Musik einzuflechten.

»Während ich schottisch-deutscher Herkunft bin, stammen die Gründungsmitglieder der DROPKICK MURPHYS aus irischen Familien und sind dementsprechend mit Folk-Musik aufgewachsen. Meistens konnten sie als...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen