RH #165Interview

SCUMBUCKET

Manchmal lauscht nur der Hund

Die Begriffe „Deutschland“ und „erdiger Alternative-Rock“ passen normalerweise ungefähr so gut zusammen wie „Mondfähre“ und „Eierpfannkuchen“. Teutonische Alterna-Bands klingen fast durchweg schrecklich elitär, schrecklich chartgeil oder einfach nur schrecklich schrecklich. SCUMBUCKET sind eine der wenigen Ausnahmen und heilen mit ihrer genialen Mischung aus Sixties-Psychedelia und Spätachtziger-Grunge nicht nur sämtliche Zivilisationswunden auf deiner Seele, sondern klingen auch ebenso visionär, zutiefst gefühlvoll und hochmelodisch wie die besten Acts der ersten Seattle-Welle.

Kurt Ebelhäuser ist Künstler mit Herz und Seele. Nicht einer dieser Wischiwaschi-Laberköppe, die sich möglichst bescheuert anziehen und möglichst abgepfiffenes Zeugs absondern, um unterbelichtete Mädels abzuschleppen und ihre Minderwertigkeitskomplexe zu kompensieren, sondern jemand, für den Kreativität das wichtigste und belebendste Element seiner irdischen Existenz ist. Kurt gurkt mit einem klapprigen, uralten Auto durch die Weltgeschichte, wirkt in seinen abgewetzten Klamotten auf den ersten Blick reichlich schrullig und entpuppt sich doch schon nach wenigen Sätzen als ein überaus reicher Charakter - reich an Phantasie, reich an natürlichem Charisma, reich an einer schier unendlichen Liebe zu guter, ehrlicher Musik. Klar, dass so jemand, der sich mit Haut und Haaren handgemachten Klängen verschrieben hat, mit den am Reißbrett zusammengebastelten Retorten-Chartbreakern im Rockbereich nichts...

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