RH #163Interview

JAKE E. LEE

Spielen wie im Rausch

Dortmund, Westfalenhalle, 19. Dezember 1983, zweiter Tag des denkwürdigen "Rock-Pop In Concert"-Metal-Happenings. Während ein übergewichtiger Ozzy Osbourne im schrillen Glitteroutfit über die Bühne stolpert und gesanglich aus dem vorletzten Loch pfeift, spielt sich am rechten Bühnenrand ein bisher weitgehend unbekannter Halb-Japaner in einen wahren Rausch und lässt die Kinnladen gleich reihenweise runterkippen.

Der Name dieses neuen Gitarrenhelden, der die Rhoads-Soli von ´Mr. Crowley´ bis ´I Don´t Know´ oder aktuelle Granaten wie ´Bark At The Moon´ runterreißt, als ginge es um sein Leben, und der dem Chef so ganz nebenbei locker die Show stiehlt, ist JAKE E. LEE. A star is born!

17 Jahre später gehört der Südkalifornier immer noch zur allerersten Garde der Saitenmagier, auch wenn er dieser Tage bedeutend kleinere Brötchen backt als damals zu Ozzy-Glanzzeiten. Die Schuld daran trägt Jake zum größten Teil selbst, denn nach dem Ende von Badlands 1992 ging der Gitarrist - abgesehen von einer kurzen US-Tour ´94 mit Ex-World War III-Stimme Mandy Lion unter dem Wicked Alliance-Banner und dem ´96er Japan-Release seines Soloalbums "A Fine Pink Mist" - auf tiefste Tauchstation.

Ganz untätig war der Publicity-scheue Klampfer in den letzten Jahren allerdings nicht. Neben der Veröffentlichung der dritten und finalen Badlands-Scheibe "Dusk", diversen Tribute-Geschichten und Gastspielen wie zuletzt auf Rob Rocks "Rage Of Creation" schraubt der Meister schon seit längerem am Wicked...

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