RH #162Interview

THEATRE OF TRAGEDY

Abgespeckt und Blut geleckt

Nach ungewöhnlich langer Abstinenz melden sich die norwegischen Gothic Metal-Pioniere THEATRE OF TRAGEDY ohne große Vorankündigung mit "Musique" wieder zurück und präsentieren sich zur allgemeinen Überraschung im abgespeckten Line-up, mit runderneuerter Optik, neuem Label und stark verändertem Sound.

Der Aufbruch zu neuen musikalischen Ufern zeugt von Mut und könnte dem Quintett ganz neue Perspektiven eröffnen, ist aber auch das Resultat langwieriger interner Diskussionen, die nicht ganz ohne Opfer über die Theaterbühne gingen, wie die schon seit längerem in der Nähe von Stuttgart lebende Sängerin Liv Kristine Espenaes in nahezu perfektem Deutsch erläutert:

»Hinter den Kulissen hat es schon länger gebrodelt, und nach "Aegis" hat sich die Situation noch zugespitzt, weshalb uns Tommy (Olsson, g.) verlassen musste. Er war für den Großteil des Materials verantwortlich und wollte uns weiter in diese Richtung drängen, was einen Keil zwischen die Bandmitglieder getrieben hat. Am schlimmsten traf es Raymond (I. Rohonyi, v.), der sich immer mehr von uns entfernte. Zu allem Überfluss hat dann kurz vor den Aufnahmen auch noch Eirik (T. Soltro, b.) das Handtuch geworfen. Bei ihm waren allerdings rein persönliche Gründe ausschlaggebend. Na ja, jetzt sind wir zu fünft, und ich denke mal, dass wir es vorerst dabei belassen und uns live mit Sessionmusikern verstärken werden.«

Kann man mit einer Scheibe, an die so viele unschöne Erinnerungen geknüpft sind, überhaupt noch zufrieden sein?...

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