RH #162Interview

MORBID ANGEL

Das Sexkrötenmassaker

Die Zahl der Bands, die Death Metal spielen, ist Legion (und du bist ein unverbesserlicher Phrasendrescher - Red.). Wirkliche Originale, die die Marksteine setzen, an denen sich alle anderen orientieren, gibt es allerdings nur wenige. MORBID ANGEL gehören zweifelsohne dazu. Die Band aus Florida spielt nicht nur Death Metal - sie ist Death Metal! Den Beweis tritt die Ausnahmetruppe mit ihrem aktuellen Gnadenhammer „Gateways To Annihilation“ nun bereits zum siebten Mal an.

Das erste der Meisterwerke hieß „Altars Of Madness“, erschütterte die Death Metal-Szene nach der Veröffentlichung im Jahr 1989 in ihren Grundfesten und inspirierte weltweit Hundertschaften von Fans zur Gründung eigener Bands. Seither ist die in Tampa angesiedelte Formation um den begnadeten Gitarristen Trey Azagthoth und Blastbeat-Gott Pete Sandoval eine lebende Legende. Ein Status, den man fortan mit fast jeder weiteren Platte - einzige Ausnahme ist das 1995 veröffentlichte, sehr steril wirkende „Domination“-Album - ausbauen konnte.

Überschattet wurde diese Entwicklung allerdings von der jahrelangen Kontroverse um David Vincent. Der ehemalige MORBID ANGEL-Frontmann hatte sich durch mehrere Äußerungen in Interviews und gegenüber Musikern anderer Bands als Rassist geoutet - Äußerungen, die keinesfalls durch die vielen Amerikanern nachgesagte Naivität in Bezug auf Politik und Geschichte zu relativieren waren. Das machte es vielen Fans verständlicherweise schwer, sich vorbehaltlos mit der Band zu identifizieren,...

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