RH #161Interview

THE WORKHORSE MOVEMENT

Drogen fürs Publikum

Detroit entwickelt sich langsam, aber sicher wieder zu der von Kiss besungenen "Rock City". Nach dem phänomenalen Erfolg von Kid Rock tauchen mit THE WORKHORSE MOVEMENT nun die nächsten Party-Stars am schmutzverhangenen Himmel der Industrie-Metropole auf.

»Die Stadt hat eine weit zurückreichende Musikgeschichte mit coolen Rockern wie MC5 oder The Stooges und den ganzen Soul-Sachen von Motown, die uns alle maßgeblich beeinflusst haben. Außerdem stehen wir auf HipHop. Den Detroiter Rapper Esham, der in Amerika mehrere Millionen Platten verkauft, konnten wir als Gast für unseren Song ´Traffic´ gewinnen«, berichtet Frontmann Cornbread nicht ohne Stolz. »Wir mischen einfach alles zusammen, was Spaß macht.«

Das gilt nicht nur für die Musik, sondern auch für Drogen. Der zweite Sänger Myron hat nämlich Chemie studiert und sein Wissen zur Herstellung von Acid-Trips benutzt: »Ich hab´ die Dinger nie vertickt, sondern immer nur an Freunde verteilt, die zu unseren Shows kamen. Das war natürlich nicht ganz uneigennützig, denn so war sichergestellt, dass das Publikum völlig aus sich herausgeht.«

Zu seinem offenen Verhältnis zu Drogen und zum ungewöhnlichen Bandnamen kam das schräge Quintett durch das Tom Wolf-Buch "The Electric Kool-Aid Acid Test", das von einer Gruppe Intellektueller erzählt, die dem konventionellen Leben abschwören und mittels Acid in neue Erfahrungswelten vorstoßen. Das Motto dieser Freigeister hieß "Workhorse & Intercourse", was frei übersetzt so viel wie "volle...

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