RH #161Interview

TEN

Handlungsmotivation:Liebe

Dass sich AOR und Anspruch nicht zwingend ausschließen müssen, ist Melodic-Rock-Maniacs schon lange bekannt. Mit ihrem neuen Hammer-Album "Babylon" untermauert die britische Referenz-Band TEN diese These aber auch für den Rest der Welt noch einmal überdeutlich.

"Babylon" enthält von samtenen Balladen über kernige Rocker bis zu pompösen und bombastischen Mega-Hymnen alles, was sich der geneigte Hardrock-Fan wünscht. Dazu kommt, dass dem Album eine toll ausgearbeitete und zu Herzen gehende Konzept-Story zugrunde liegt, die im Jahre 2999 angesiedelt ist und an eine Mischung aus "Blade Runner" und "Gattaca" erinnert. Gott sei Dank haben TEN es aber vermieden, die Geschichte mit mehreren Nebenhandlungen zu überfrachten, so dass einem beim Hören am ehesten Queensryches "Operation: Mindcrime"-Wunderwerk in den Kopf kommt. Das verwundert allerdings kaum, wenn man weiß, dass Bandkopf/Sänger Gary Hughes eingefleischter Fan der Seattle-Metaller ist:

»Ich mochte an "Operation: Mindcrime" besonders, dass jeder Hörer die Story mehr oder weniger nachvollziehen konnte. Das ist bei vielen aktuellen Konzeptalben nicht mehr der Fall. Die letzte Dream Theater-Scheibe finde ich musikalisch super, allerdings wusste ich am Ende immer noch nicht, wovon zum Teufel die Story handelt. Und das finde ich sehr schade. Ich möchte, dass die Fans verstehen, worum es geht. Das ist auch der Grund, warum eine Scheibe wie Pink Floyds "The Wall" so erfolgreich war. Die Platte ist eine Achterbahnfahrt von Anfang...

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