RH #161Interview

SOULFLY

Typisch amerikanischer Bullshit

Max Cavaleras SOULFLY haben sich mit dem zweiten Album "Primitive" vom Vergangenheitsbewältigungs- und Frustabbau-Projekt zur richtigen Band mit Perspektive gemausert. Der Altmeister fischt ungeniert in den verschiedensten stilistischen Teichen, was die einen als nachahmenswerte Innovation, die anderen als Suche nach kommerziell verwertbarem Crossover-Potenzial ansehen. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo in der Mitte.

»Das erste SOULFLY-Album war hauptsächlich vom Sepultura-Split und der damit verbundenen Scheiße geprägt«, erzählt Max kurz vor seinem Ozzfest-Auftritt in Cincinnati. »Mit "Primitive" konnte ich jetzt endlich meine musikalischen Vorstellungen verwirklichen, die ich zum Teil schon sehr lange in mir trug. Deshalb ist diese eigenartige Mischung aus Reggae, Hardcore, Metal und HipHop entstanden. Reggae war diesmal ein sehr großer Einfluss. Das ist aber gar nicht so überraschend, weil ich schon mit Sepultura das Bob Marley-Cover ´War´ gemacht habe. Wahrscheinlich kann man auch hören, dass ich auf alte Rockbands wie Led Zeppelin stehe.«

In dieser Aufzählung fehlt leider der Death Metal, den Max Ende der Achtziger mitgeprägt hat.

»Wenn es an der Zeit ist, werde ich wieder zu meinen Wurzeln zurückkehren. Ich habe noch eine Menge Death Metal in mir; jedenfalls mehr, als die meisten Leute glauben. Ich verspüre nur momentan keinen Drang, Songs wie früher zu schreiben, obwohl ich das immer noch könnte.«

Im verwirrenden Dickicht musikalischer Strömungen ist es...

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