RH #161Interview

CREMATORY

Faul kommt weiter

Sie sind das Stiefkind der Presse, erreichen aber von Album zu Album mehr Fans. Anlässlich des neuen Werks "Believe" erforschte JayJay das Phänomen CREMATORY und stieß auf eine Verschwörung aus einem sangesfaulen Frontmann, einem tüchtigen Versicherungshai und einer mysteriösen Lehrerin. Und auch Rock Hard-Liebling Blümchen ist dabei.

CREMATORY-Drummer, -Manager und -Sprachrohr Markus Jüllich gibt sich im Interview entwaffnend ehrlich. Als ich die typischen Kritikpunkte der Medien anspreche, bleibt er völlig lässig. Bei Vorwürfen wie "Ihr könnt nicht spielen", "Eure Keyboard-Sounds sind scheiße" oder "Markus ist so schlecht, dass er im Studio nicht mal seine Drum-Parts selbst einspielen kann" grinst der wohl beleibte Herr nur durch seine auch nicht gerade dünne Brille.

»Die Gerüchte gibt´s bei Lars Ulrich auch. Sie sind aber völlig aus der Luft gegriffen. Wir machen keinen Hehl daraus, dass wir nicht gerade Über-Musiker sind und verwenden halt im Studio diverse Hilfsmittel. Aber das machen viele - auch Lars Ulrich, haha! Wir üben eigentlich nie, nur mal für Konzerte. Und für die Keyboards haben wir seit "Act Seven" einen Kumpel von Century (waviges Jüllich-Side-Project - d.Verf.) als Arrangeur engagiert. Der bastelt jetzt die Sounds mit Katrin zusammen.«

Wenn ihr nicht probt, können Musik und Arrangements natürlich nie ihren etwas biederen Beigeschmack verlieren.

»Wir wollen unseren Sound von vornherein einfach stricken. Er soll leicht nachvollziehbar sein. Die Fans mögen...

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