RH #160Interview

DEFTONES

"Wir wollen die Leute verwirren!"

Bands vom Schlage der DEFTONES, die gänzlich ohne Skandale auskommen und sich nicht über ein auffälliges Image, sondern ausschließlich über ihre Musik definieren, sind heutzutage sehr selten geworden. Kein Wunder, denn nur wenige Mucker-Kollegen können sich dies leisten. Dazu braucht es nämlich schon ein Album mit der Klasse und Tiefe von "White Pony".

Die DEFTONES geben sich im Interview recht gesittet und stellen sich allesamt den Fragen, statt die Pressepartner im Stil von Limp Bizkit wie Bittsteller um die halbe Welt reisen zu lassen und ihnen dann die lange Nase zu zeigen. Auffällig ist lediglich, dass Gitarrist Stephen, mit dem ich beim Frühstück noch nett geplaudert habe, im Beisein der restlichen Band plötzlich keinen Mucks mehr von sich gibt und Sänger Chino mit auf den Tisch gelegten Füßen etwas desinteressiert dreinschaut. So ergreift als erster Drummer Abe das Wort, als ich die Fünf auf die arg lange Pause zwischen "Around The Fur" und "White Pony" anspreche.

»Wie man unserer Musik unschwer anhören kann, sind Def Leppard unser großes Vorbild. Deswegen wollten wir ihnen auch in puncto Studioaufenthalt nacheifern und haben drei Jahre lang am Mix gearbeitet«, scherzt er mit Bezug auf die legendären Studioexzesse der britischen Rocklegende. »Nein, mal im Ernst: Wir haben uns einfach nur Zeit für das Songwriting gelassen, weil wir nichts auf die Schnelle hinpfuschen wollten. Ich weiß noch genau, wie sehr ich früher immer enttäuscht war, wenn eine meiner...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.

 
 

Diese Seite verwendet Cookies. Erfahrt in unserer Datenschutzerklärung mehr darüber, wie wir Cookies einsetzen und wie Ihr Eure Einstellungen ändern und Cookies deaktivieren könnt. Darüber hinaus verwenden wir Cookies Dritter für die Einbindung audiovisueller Inhalte durch Youtube, Spotify und Soundcloud. Dem könnt ihr hier zustimmen oder dies ablehnen. Datenschutzerklärung ansehen