RH #160Interview

UFO

Nichts ist unmöglich

In einem handelsüblichen TV-UFO bleiben Charaktere, die sich aus der Serie verabschieden oder "getötet" werden, meist für immer und ewig verschwunden. Bei den einzig wahren UFO hingegen läuft alles anders. Hier gab es im Laufe der letzten 30 Jahre unzählige Personalwechsel mit Rückfahrkarte. Alleine Bootsmann Michael Schenker ist inzwischen öfter aus- und wieder eingestiegen als ein Vogonen-Kampfcomputer mit hormonellen Störungen. Einzige Konstante: der Commander. Phil Mogg ist als einziges Besatzungsmitglied auf allen Scheiben mitgeflogen.

Solange überzeugende Alben wie der aktuelle Longplayer "Covenant" dabei herausspringen, kann dem Fan das Bäumchen-wechsel-dich-Spiel bei der britischen Hardrock-Legende egal sein. Wobei es durchaus erstaunlich ist, dass es immer noch zahlreiche UFO-Supporter auf diesem Globus gibt, denn der Sound der Band ist von aktuellen Trends weiter entfernt als der Uranus von der Sonne. Heutzutage gibt es eh kaum noch Bands, die klassischen Hardrock fabrizieren, und diese wenigen leben dann auch in erster Linie von treuen Die-hard-Fans, die die 40 mitunter schon überschritten haben.

»Ich glaube, die Leute honorieren einfach, dass wir niemals versucht haben, irgendwas oder irgendwen zu kopieren«, meint UFO-Frontmann Phil Mogg, der mir mit seinem langjährigen Bandkumpan Pete Way (b.) im öden Konferenzraum eines Kölner Hotels gegenübersitzt. »Unsere Musik war in den seltensten Fällen wirklich hip. Ich kann mich noch an die späten Siebziger erinnern,...

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